Die Fachkräftelücke droht in Zukunft noch größer zu werden. Unter den Gegenmaßnahmen verspricht die Rekrutierung in Osteuropa gute Erfolge. Doch die ersten Erfahrungen zeigen, dass die Anstellung osteuropäischer Mitarbeiter durchaus ihre Tücken hat.

Der Bedarf an Fachkräften in der deutschen Wirtschaft wird auf absehbare Zeit nicht zu decken sein. Auch kleine und mittelständische Unternehmen leiden unter dieser Situation, zumal einige Firmen attraktive Zusatzangebote machen, die weit über den Lohn hinausgehen, die weit über den Lohn hinaus gehen, etwa Betriebskindergärten, Altersvorsorgemodelle und Gesundheitsprogramme. Auch die Regierung hat die Dramatik in der Situation erkannt und versucht, der Entwicklung gegenzusteuern. So will man mit bildungspolitischen Maßnahmen z. B. dafür sorgen, dass weniger Jugendliche die Schule ohne Abschluss verlassen oder die Ausbildung abbrechen. Insgesamt soll die Erwerbsdauer länger werden, wobei besonders bei der Erhöhung der Wochenarbeitszeit und bei der Steigerung des Frauenanteils auch die Betriebe gefragt sind. Alle diese Maßnahmen zusammen können kaum mehr als kosmetische Effekte erzielen. Der Fachkräftemangel wird sich dadurch allein nicht beheben lassen.
Die Zuwanderung von Arbeitskräften aus osteuropäischen EU-Staaten (Estland, Lettland, Litauen, Polen, Tschechien, Slowakei, Ungarn, Slowenien) ist durch die erweiterte Freizügigkeit zum 1. Mai 2011 deutlich einfacher geworden. Der Personaldienstleister FRANZ & WACH rekrutiert vornehmend auf dem polnischen Arbeitsmarkt. Binnen weniger Wochen wurden mehr als 40 Arbeitskräfte in die Region geholt, die seitdem bei verschiedenen Unternehmen hier tätig sind. Mittlerweile treffen auf diesem Wege mehr Bewerbungen aus Polen ein, als aus Bayern. Der Spitzenwert lag bei 68 Bewerbungen innerhalb von 24 Stunden. Neben den Abschlüssen und der Berufserfahrung werden auch die Ausbildungsinhalte im Einzelfall nachgeprüft. Bei den Sprachkenntnissen vertraut der Dienstleister allerdings nicht mehr auf die Angaben in den Bewerbungsunterlagen. Ist kein anerkanntes Sprachprüfungszeugnis, etwa des Goethe-Instituts, vorhanden, muss ein telefonisches Gespräch mit dem Bewerber einen ersten Eindruck verschaffen. Bis zu 75 Prozent der Bewerbungen müssen danach regelmäßig herabgestuft werden.

Justyna Pogoda, bei Franz & Wach Recruiterin für Polen, kümmert sich in den ersten Wochen besonders intensiv um die neuen Mitarbeiter. Sie hilft bei Behördengängen, vom Einwohnermeldeamt über das Finanzamt bis zur Kontoeröffnung bei einer Bank. Zu ihr kommen die ausländischen Arbeitskräfte mit den kleineren und größeren Problemen, oder einfach nur um einen Rat einzuholen. Dass ihnen dann in ihrer Muttersprache weitergeholfen wird, ist für viele Zuwanderer eine sehr große Erleichterung. Aber auch die Betriebe werden unterstützt, etwa bei auftretenden Sprachproblemen. „Der anfangs hohe Betreuungsaufwand ist durchaus gerechtfertigt“, sagt Eisenbeiß, „denn die polnischen Arbeitskräfte schließen nicht nur eine schmerzliche Arbeitskräftelücke, sondern sind hoch motiviert.“

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