CONTACT-Ausbildungsbörse überzeugt Unternehmen – weitere Standorte in Planung – Das Ergebnis der CONTACT-Ausbildungsbörse war in diesem Jahr überwältigend. Genauso wie es die Veranstalter geplant hatten, konnten die Schüler optimal zwischen den verschieden Unternehmen – groß und klein – vergleichen. Am Ende waren Schüler und Personalverantwortliche sehr zufrieden.

„Das Ziel der Veranstaltung war einen größtmöglichen Nutzen für Aussteller und Schüler zu erreichen“, erklärt Organisator Andreas Fuhr. „Die Schulklassen haben einfach nur beschränkt Zeit, um sich an den Ständen zu informieren.“ Deshalb werden bei der CONTACT-Ausbildungsbörse bewußt Wege und Laufzeiten reduziert, hier stehen Stand an Stand in einer Halle. Auch die Gesamtzahl an Ausstellern ist auf 50 begrenzt. „Mehr schaffen die Schüler in den zwei Stunden nicht, ansonsten ist die Zeit zu knapp, sich an den Ständen sinnvoll zu informieren.“ Aus Wettbewerbsgründen gibt es auch nur zwei Standgrößen, so dass auch kleinere Unternehmen eine Chance haben. sich gleichwertig zu präsentieren. Die Schulklassenbesuche werden so organisiert, dass immer Schüler vor Ort sind und alle Zeiten ideal ausgenutzt werden. Gibt es fast kein Durchkommen mehr, hätte die Ausstellung ihr Ziel verfehlt.  „Es ist noch immer eine Hürde für Jugendliche, Unternehmer anzusprechen“, erklärt Schulleiter Michael Reichenberg von der Hans-von-Raumer Mittelschule in Dinkelsbühl. „Sie geben sich zwar cool, haben aber trotzdem Angst, den ersten Schritt zu tun. Das ist altersgerecht, deshalb müssen die Mitarbeiter an den Ständen auf die Schüler zugehen.“ Er findet die zeitliche Besuchsplanung sehr gut, denn wenn die Halle zu Stoßzeiten nicht überfüllt ist, fällt es den Jugendlichen leichter, die Ausbilder anzusprechen.

Zudem verzichtet diese Ausbildungsbörse gezielt auf alles, was Jugendliche ablenkt oder was den Firmen Zeit stiehlt, etwa auf offizielle Begrüßungsrituale oder auf Workshops. Diese halten die Schüler nur unnötig vom Kontakt an den Ständen ab. Durch die Initiative der beiden Unternehmernetzwerke stehen vor allem die Firmen aus der Region im Fokus.

Schulleiter Michael Reichenberg aus Dinkelsbühl

Schulleiter Michael Reichenberg aus Dinkelsbühl

„Der persönliche Kontakt ist immer noch sehr, sehr wichtig“, weiß Michael Reichenberg, denn trotz des digitalen Zeitalters werden Ausbildungsstellen immer noch analog gesucht. „Kein Schüler setzt sich vor den Computer und sucht Ausbildungsstellen in der Region. Internet ist eine wichtige Ergänzung und funktioniert nur mit Schule oder Eltern. Wichtig ist, dass sich Schüler und Ausbilder persönlich beschnuppern können.“

Außerdem beraten die Veranstalter im Vorfeld, wie sich die Firmen richtig präsentieren können. „Da auch viele kleine Unternehmen erstmals bei uns ausstellen, die sonst nirgends vertreten sind, rate ich immer dazu, Werbeerzeugnisse gezielt auf die Schüler abzustimmen“, so Fuhr. „Also nicht nur Werbematerial für potenzielle Kunden sondern eigene Ausbildungsunterlagen anzufertigen. Die Schüler müssen sofort am Stand erfahren, warum sie eine Ausbildung im jeweiligen Unternehmen beginnen sollen.“

Zulauf aus einem riesigen Radius
In diesem Jahr kamen rund 1.500 Schüler aus einem großen Umfeld – von Windsbach über Nördlingen und Ansbach bis aus Crailsheim und Ellwangen nach Dinkelsbühl. Das Konzept hat die Schulen überzeugt. Damit die Börse nicht zu stark besucht wird und die eigenen Vorgaben eingehalten werden, wird es weitere Standorte geben. So können die interessierten Schulklassen besser verteilt werden. Weitere Standorte für das Ausbildungsbörsenkonzept CONTACT sind etwa im östlichen und westlichen Landkreis geplant und auch das Interesse von Unternehmen aus Crailsheim ist sehr groß. Die Unternehmen, die in diesem Jahr wiederholt teilgenommen haben, sind sehr zufrieden mit dem Konzept und 70 Prozent von ihnen haben schon direkt nach der Messe verbindlich für das nächste Jahr zugesagt; großes Interesse besteht auch an den neu geplanten Standorten.
www.netzwerk-fachkraefte.de
www.unternehmernetzwerk-hesselberg.de