Die OPTIMA packaging group GmbH in Schwäbisch Hall realisiert mit ihren Tochterunternehmen Komplettanlagen für Pharma-, Consumer-, Nonwovens- und Life ScienceProdukte. In vielen Bereichen gelten die Technologien von Optima als weltweit führend, beispielsweise für das Befüllen und Verpacken von Kaffeekapseln, für sterile pharmazeutische Liquida in Verbindung mit deren Gefriertrocknung oder für das Verpacken von Papierhygieneprodukten. Die Kompetenzen reichen bis in den Herstellbereich hinein, wenn auf einer Linie moderne Wundauflagen produziert und verpackt werden.

Das Geschäftsjahr 2016 hat Optima mit einem Umsatz von über 340 Mio. Euro abgeschlossen. Damit wurde das überdurchschnittlich hohe Umsatzniveau des Vorjahres von 330 Mio. Euro übertroffen. Über 80 Prozent des Umsatzes werden im Ausland erzielt. Optima beschäftigt weltweit 2.150 Mitarbeiter, in Deutschland 1.800 – das sind 100 Mitarbeiter mehr als noch vor einem Jahr. Das deutliche Umsatzplus über die vergangenen Jahre – in fünf Jahren einen Zuwachs von 120 Mio. Euro – und die insgesamt guten Aussichten, veranlassen Optima zu investieren. In den kommenden fünf Jahren werden Gebäude neu errichtet und vorhandene Flächen in Schwäbisch Hall erweitert. „Für die Zentralverwaltung der Unternehmensgruppe, die Logistik, die Teilefertigung sowie den Geschäftsbereich Optima Pharma sind Baumaßnahmen vorgesehen“, berichtet Geschäftsführer Hans Bühler. „Wir realisieren damit wesentlich effizientere Abläufe für das gesamte Unternehmen, etwa durch verkürzte innerlogistische Wege, und erhalten Freiräume für weiteres Wachstum.“ Das Unternehmen plant mit einem Investitionsvolumen von 50 Mio. Euro.

Hans Bühler, Geschäftsführer Optima

Hans Bühler, Geschäftsführer Optima

2016 – ein Jahr spannender Ereignisse
Seit Juli 2016 gehört das Unternehmen R+E Automation Technology (Fellbach) zur Optima Unternehmensgruppe, das Zuführlösungen und Sondermaschinen herstellt. Damit hat das Unternehmen einen vierten Standort in Deutschland, Optima Pharma in Mornshausen (bei Marburg) ist auf die Herstellung pharmazeutischer Gefriertrocknungsanlagen spezialisiert. In Radolfzell werden von METALL+PLASTIC Isolatoren sowie weitere Anlagen und Produkte für pharmazeutische Sterilverfahren produziert. In Schwäbisch Hall sind alle vier Geschäftsbereiche vertreten: Consumer, Nonwovens, Life Science sowie Pharma. Im Ausland hat das Unternehmen 13 Standorte. 2016 beteiligte sich Optima an der Realisierung des Virtual Reality Centers, das vom Packaging Valley Germany e.V. in Schwäbisch Hall betrieben wird. Im VR-Center finden Besprechungen und Schulungen mit Kunden an virtuellen Modellen statt, die sämtliche Details der Maschinenprojekte beinhalten können, noch bevor diese gebaut sind.

Technologien – die Zukunft beginnt jetzt
Die „Mission Total Care“ hat Optima erstmals auf der Weltleitmesse Interpack 2017 präsentiert. Mit diesem Angebot unterstreicht das Unternehmen eine führende Position bei der Digitalisierung des Maschinenbaus. Die Mission Total Care bildet den gesamten Lebenszyklus von Anlagen ab, beginnend mit innovativen Schulungskonzepten, über neue Serviceleistungen bis hin zum Retrofit. Die Mission Total Care umfasst zudem alle Leistungen und Produkte, die mittels Digitalisierung neue Effizienzpotenziale in der Produktion sowie im Service erschließen. Anwender sind heute eine intuitive und übersichtliche Bedienung gewöhnt. Neue Maschineninterfaces (HMIs) gehen noch einen Schritt weiter, sind jedoch an die Indus-trieumgebung angepasst und um wesentliche „Mixed Reality“-Features erweitert. Das „Project ZERO“ von Optima Nonwovens ist echte Pionierarbeit: Diese Technik läutet eine neue Ära der Produktionsflexibilität ein. Der Betreiber gibt Designs und Daten vor, den Rest erledigt die Maschine. Die unterschiedlichen Verpackungen werden „inline“ produziert.

Allgemein nimmt am Markt die Bedeutung der Anlagenflexibilität weiter zu. Dafür bietet Optima Life Science beispielsweise modulare und skalierbare Systeme, die den fließenden Übergang von der Entwicklungsanlage bis zum Produktionssystem für moderne Wundauflagen erlauben. In der pharmazeutischen Branche erfordern neue, meist extrem teure, hochaktive und zugleich sensible Wirkstoffe vielseitig einsetzbare Technik. Speziell dafür hat Optima Pharma die MultiUse-Anlagen entwickelt. Damit werden kleine Serien gemäß höchsten pharmazeutischen Sicherheits- und Sterilanforderungen äußerst effizient verarbeitet. Parallel dazu steigt in allen Unternehmensbereichen die Nachfrage nach Turnkey-Anlagen. Diese Linien können sämtliche Arbeitsschritte beinhalten und beginnen beispielsweise mit dem automatischen Depalettieren von Behältnissen für Kaffeeportionspackungen und enden erst beim Palettieren der verkaufsfertigen Produkte. Hier ist Optima Consumer weltweit der einzige Hersteller von kompletten Linien für Getränkekapseln.

Mit digitalen Systemen wie TCAM und OPAL verfügt Optima über Industrie 4.0-Lösungen: Die Software OPAL (Optima Process Automation Library) verbindet die ERP-Ebene (Enterprise Resource Planning – übergeordnete betriebswirtschaftliche Prozesse) mit der Fertigungsebene. Daten werden zur anlagenübergreifenden Produktionssteuerung aufbereitet und bis in die Maschinensteuerungen ganzer Fertigungen transferiert. Zudem sind detaillierte Prozess-(Fehler)analysen möglich. TCAM (Total Care Asset Management) erfasst kontinuierlich den Maschinenzustand (Condition Monitoring) und kündigt frühzeitig und automatisiert Servicebedarf an. Ungeplante Maschinenstillstände entfallen. TCAM stellt zudem alle wichtigen Informationen an der Maschine digital zur Verfügung, von Explosionszeichnungen bis zu Video-Tutorials.

Soziales Engagement – bereit zu helfen
Als im Sommer 2016 heftige Unwetter ganze Ortschaften in der Region um Schwäbisch Hall verwüsteten, haben Mitarbeiter die Initiative ergriffen und halfen vor Ort. Vom Unternehmen wurden diese bezahlt freigestellt und durch Material und Werkzeuge unterstützt. Eine Spendenaktion der Mitarbeiter, bei der die Geschäftsleitung den Einsatz verdoppelte, ergab eine Summe von 65.000 Euro, die dem Wiederaufbau in Braunsbach zugute kam. Ein weiteres Beispiel sind die Typisierungsaktionen, die Optima gemeinsam mit der DKMS organisiert. Diese werden im Unternehmen durchgeführt und finanziert. Jede der inzwischen fünf Knochenmarkspenden aus dem Mitarbeiterkreis hat nachweislich dazu beigetragen, Leben zu retten.

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Logo_OptimaHans Bühler (Geschäftsführer)
OPTIMA packaging group GmbH
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