Ein historischer Streifzug durch die Region – Ziele für Ausflüge oder Tagungen: Imposante Burgen und märchenhafte Schlösser stehen in mittelfränkischen Städten und Orten häufig an prominenter Stelle. In einigen Schlössern befinden sich heute Restaurants, Tagungsräume oder Museen. Andere sind in Privatbesitz. Das Business Lounge Magazin bietet einen kleinen Überblick.

Das Ansbacher Schloss

Das Ansbacher Schloss

Residenz Ansbach
Wandeln auf markgräflichen Spuren: Bei einer Führung durch die 27 Prunkräume kann man den Glanz vergangener Zeiten entdecken. Zu den Hauptattraktionen der Ansbacher Residenz, heute Sitz der Regierung von Mittelfranken, zählen der doppelgeschossige Festsaal, das Spiegelkabinett sowie der Kachelsaal mit rund 2.800 Fliesen aus der ehemaligen Ansbacher Fayencemanufaktur. Interessant ist auch die Bayerische Staatssammlung „Ansbacher Fayence und Porzellan“ im Erdgeschoss. Von April bis September finden jeweils zur vollen Stunde Führungen von 9:00 bis 17:00 Uhr statt und von Oktober bis März stündlich von 10:00 bis 15:00 Uhr. Ihre heutige Architektur erhielt die Residenz im 18. Jahrhundert durch Gabriel di Gabrieli und Karl Friedrich von Zocha. Leopold Retti schuf die Innenausstattung des frühen Rokoko. Sehenswert ist auch der gegenüberliegende weitläufige Hofgarten mit Rosen- und Heilkräutergarten sowie Orangerie. Dort stehen drei große Säle zur Verfügung, die beispielsweise auch für Tagungen von 10 bis 270 Teilnehmer gemietet werden können.

Kontakt:
Schloss-und Gartenverwaltung Ansbach
Promenade 27, 91522 Ansbach
Tel.: 0981 / 95 38 39 – 0, Fax: 0981 / 95 38 39 – 40
www.schloesser.bayern.de

Orangerie
Promenade 33, 91522 Ansbach
Telefon: 0981 / 2170
www.orangerie-ansbach.de

Burg Colmberg

Burg Colmberg

Burg Colmberg
Die Burg Colmberg, die dem kleinen Ort im Landkreis Ansbach den Namen gab, thront auf einem Bergkegel mit herrlichem Rundumblick. Die Frühgeschichte der Burg liegt jedoch im Dunkeln. Der Überlieferung nach soll um das Jahr 770 hier eine Befestigung errichtet worden sein. Das Mauerwerk mit Buckelquadern und Zangenlöchern in der Mitte weisen die Anlage als stauferische Reichsburg aus. Erst deren Nachfolger, die Grafen von Truhendingen sind die urkundlich erstmals nachgewiesenen Besitzer. Die Grafen verkauften 1318 die Anlage mit dem dazugehörigen Marktflecken an den Burggrafen Friedrich IV. von Nürnberg; Friedrich VI. von Hohenzollern schlug hier ab 1408 seine Residenz auf. Mit der Funktion eines Oberamtes blieb die Burg Colmberg jahrhundertelang im Besitz der Hohenzoller. Ab 1880 ging die Burg in Privatbesitz über. Sie ist heute Hotel und Restaurant und bietet die Möglichkeit für Tagungen von zehn bis 130 Teilnehmern.

Kontakt:
An der Burgenstraße, 91598 Colmberg
Tel.: 09803 / 919 – 20, Fax: 09803 / 262
www.burg-colmberg.de

Schloss Dennenlohe

Schloss Dennenlohe

Schloss Dennenlohe
Leopold Retti, ein Meister des süddeutschen Barock, lieferte den Entwurf für das Schloss Dennenlohe in Unterschwaningen (Landkreis Ansbach). 1734 begannen die Bauarbeiten. 1978 übernahm Robert Freiherr von Süsskind das Gut. 1990 begann er, die Parks neu zu gestalten, was ihm den Beinamen „der grüne Baron“ einbrachte. Der Dennenloher Schlosspark ist der größte Rhododendronpark Süddeutschlands und ein botanischer Garten mit drei verschiedenen Parkteilen. Tausende Pflanzen wachsen hier, allein 500 verschiedene Rhododendronarten, seltene Magnolien- und Fliedersammlungen, Seerosen, Lilien und Tulpen. Zum Ensemble gehört auch der Privatgarten: Schauplatz vieler Fernsehserien wie „Schloss Hohenstein” oder „Frankenberg“. Er steht nur bei bestimmten Events und privaten Führungen offen. 2004 ließ Familie Süsskind auch den Gutshof komplett restaurieren mit Restaurant, Café und Biergarten, Schlossläden sowie einem Oldtimer-Museum. Der Park ist von Anfang April bis Ende Oktober täglich von 10:00 bis 17:00 Uhr geöffnet. Außerdem ist das Schloss Sightsleeping-Hotel und bietet 15 Zimmer für Gäste an.

Kontakt:
Freiherrliche von Süsskind´sche Schloss und
Gartenverwaltung
Dennenlohe 1, 91743 Unterschwaningen
Tel.: 09836 / 968 – 88, Fax: 09836 / 968 – 89
www.dennenlohe.de

Schloss Ellwangen

Schloss Ellwangen

Schloss Ellwangen
Das Schloss ob Ellwangen geht auf eine mittelalterliche Burg zurück. Fürstpropst Johann Christoph von Westerstetten ließ 1603 bis 1608 die Anlage als Renaissance-Schloss umgestalten. Aus dieser Zeit stammt der schöne Arkadeninnenhof; hier werden im Sommer die Heimattage veranstaltet. In der Barockzeit führte das gesteigerte Repräsentationsbedürfnis der Fürstpröpste im Jahr 1720 zum nochmaligen Umbau. Sehenswert sind im Schloss das 1726 vollendete Treppenhaus mit einer doppelläufigen Treppe, die Kapelle mit zahlreichen Elementen aus der Renaissance sowie der prunkvolle Thronsaal im Schlossmuseum. Heute ist das Schloss in Besitz des Landes Baden-Württemberg und beherbergt in den herrschaftlichen Räumen im zweiten Stock das seit 1908 bestehende Schlossmuseum. Es hat ab April von Dienstag bis Freitag zwischen 14:00 und 17:00 Uhr, am Samstag von 10:00 bis 12:00 Uhr und von 14:00 bis 17:00 Uhr geöffnet. An Sonn- und Feiertagen von 10.30 bis 16.30 Uhr.

Kontakt:
Schlossmuseum Ellwangen
Schloss 12, 73479 Ellwangen (Jagst)
Tel.: 07961 / 54 380, Fax: 07961 / 96 93 65
www.schlossmuseum-ellwangen.de

Das Blaues Schloss in Obernzenn

Das Blaues Schloss in Obernzenn

Die Obernzenner Schlösser
Berlin-Wien-Obernzenn – diese Orte in einem Atemzug? Im 18. Jahrhundert war das nicht ungewöhnlich. Die Erbauer der Obernzenner Schlösser waren seinerzeit hohe Diplomaten und Militärs am kaiserlichen Hof in Wien, am königlichen Hof in Berlin und an den markgräflichen Höfen in Ansbach und Bayreuth. Ihrem Rang entsprechend richteten sie sich ihre Residenz in Obernzenn (Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim) ein und luden zu Jagdgesellschaften. Als im 18. Jahrhundert die Schlösser in der heute noch erhaltenen, reinen spätbarocken Architektur vollendet wurden, bekamen sie ihre Fassadenfarben und damit ihre Namen: das Rote Schloss der Freiherren von Seckendorff-Gudent und das Blaue Schloss der Grafen von Seckendorff-Aberdar. In den 1990er Jahren bekam Rainer Graf von Seckendorff-Aberdar für sein Engagement zum Erhalt des Schlosses mehrere Auszeichnungen. Im Roten Schloss ist eine museumspädagogische Werkstatt, die besondere Programme für Schulklassen bietet. Führungen im Blauen Schloss finden von April bis Oktober an jedem ersten und dritten Sonntag jeweils um 14:00 und 15:00 Uhr statt.

Kontakt:
Markt Obernzenn
Marktplatz 9, 91619 Obernzenn
Tel.: 09844 / 97 99 – 0, Fax: 09844 / 97 99 – 79
www.obernzenn.de

Schloss Rammersdorf

Schloss Rammersdorf

Schloss Rammersdorf
Das Schloss Rammersdorf bei Leutershausen im Landkreis Ansbach liegt ziemlich versteckt, ist in Privatbesitz und das mit einer langen Tradition. Schon seit 1571 bewohnen und bewirtschaften die Freiherren von Eyb das Schloss und den land- und forstwirtschaftlichen Betrieb. Johann Georg Schmidt, ein Schüler des Eichstätter Hofbaumeisters Gabriel de Gabrieli, errichtete das Wasserschloss mit Terrassenpark zwischen den Jahren 1712 und 1715 auf einem Vorgängerbau neu. Zu dem rund 600 Quadratmeter großen Gebäude gehört ein Forstbetrieb mit 200 Hektar und Teiche, die allerdings verpachtet sind. Im ehemaligen Gesindehaus vermietet die Familie insgesamt fünf Wohnungen und der heutige Schlossbesitzer Markus Freiherr von Eyb betreibt seit ein paar Jahren einen Ruheforst in einem Eichenwald, der zu seinem Besitz gehört. 2014 bekam das Wasserschloss nach umfassenden Sanierungsarbeiten den Denkmalschutzpreis des Bezirks Mittelfranken.

Kontakt:
Gutsverwaltung Schloss Rammersdorf
91578 Leutershausen
Tel.: 09823 / 92 70 41, Fax: 09823 / 930 25
www.schloss-rammersdorf.de
www.ruheforst-frankenhoehe.de

Schloss Schillngsfürst

Schloss Schillngsfürst

Schloss Schillingsfürst
Das Barockschloss der Fürsten zu Hohenlohe-Schillingsfürst ist Wahrzeichen der Stadt Schillingsfürst und seit Jahrhunderten Sitz der Grafen und Fürsten zu Hohenlohe-Schillingsfürst, die das Schloss bis heute bewohnen. Es erhebt sich weit sichtbar an der Frankenhöhe; in seiner heutigen Form entstand es im 18. Jahrhundert. Die Museumsräume und Parkanlagen weisen auf die Glanzzeiten einer kleinen fürstlichen Residenz hin. Für die Besucher des Schlossmuseums werden tägliche Führungen angeboten (Montag Ruhetag, Ausnahme: Feiertage). Die Geschichte des wilhelminischen Kaiserreiches wird hier anhand von Gemälden, Deckenbildern, Gobelins, erlesenen Möbeln und Porzellanen lebendig. Im Anschluss an den Besuch von Schloss Schillingsfürst, das auch ein interessantes Falknereimuseum beherbergt, laden die naturbelassenen Grünanlagen rund um das Schloss zu einem entspannten Spaziergang ein. Eine besondere Attraktion ist der fürstliche Falkenhof. Ab April stehen zweimal täglich um 11:00 Uhr und 15:00 Uhr Flugvorführungen mit Adlern, Falken, Eulen und Geiern auf dem Plan.

Kontakt:
Fürstliche Verwaltung Hohenlohe Schillingsfürst
Am Wall 14, 91583 Schillingsfürst
Tel.: 09868 / 201, Fax: 09868 / 811
www.schloss-schillingsfuerst.de

Stadtschloss Treuchtlingen

Stadtschloss Treuchtlingen

Stadtschloss Treuchtlingen
Der Reitergeneral Gottfried Heinrich von Pappenheim erblickte im Stadtschloss Treuchtlingen (Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen) 1594 das Licht der Welt. Friedrich Schiller setzte ihm in „Wallenstein“ mit dem Ausspruch: „Daran erkenn’ ich meine Pappenheimer“ ein bleibendes Denkmal. Eine Statue im Schlossgraben erinnert an den Reitergeneral. 1798 ersteigerte die Fabrikantenfamilie Aurnhammer das ruinöse Schloss und errichtete hier eine Posamenten-Manufaktur. Hinter dem Begriff verbergen sich Borten, Spitzen und Applikationen – also Besatzartikel für Stoffe. Im Ostflügel sind heute die Kur- und Touristinformation sowie das Informationszentrum des Naturparks Altmühltal untergebracht. Die Aurnhammer-Ausstellung zeigt Erzeugnisse aus der Posamenten-Manufaktur und die Geschichte des Schlosses, in dem die Familie bis 1979 lebte. Die Ausstellung des Informationszentrums gibt Einblick in die Historie der Region. Im Gewölbekeller ist eine gut ausgestattete Fossiliensammlung zu sehen. Die Öffnungszeiten sind von April bis Oktober montags bis freitags von 9:00 bis 18:00 Uhr und samstags von 10:00 bis 16:00 Uhr. Von November bis März montags bis freitags von 9:00 bis 12:00 Uhr und 13:00 bis 17:00 Uhr.

Kontakt:
Kur- und Touristinformation
Heinrich-Aurnhammer-Straße 3, 91757 Treuchtlingen
Tel.: 09142 / 96 00 – 60, Fax: 09142 / 96 00 – 66
www.treuchtlingen.de

Eine historische Zeichnung der Wülzburg

Eine historische Zeichnung der Wülzburg

Wülzburg Weißenburg
Dickes Mauerwerk, weit angelegte Innenhöfe, dunkle Verliese und Reste alter Waffen – ein Beispiel für eine solche Festungsanlage ist die Wülzburg in Weißenburg. Ursprünglich war sie ein Benediktinerkloster,  Markgraf Georg Friedrich I. der Ältere ließ sie ab 1588 in eine Festungsanlage umbauen. Der 73.000 Quadratmeter große Bau ist eine ziemlich regelmäßige fünfeckige Bastionäranlage, die eine Verteidigung ohne toten Winkel ermöglicht. Der Außenrundgang und Innenhof sind jederzeit zugänglich. Führungen durch die Festungsanlage, Wehrmauern, Bastionen und tiefen Brunnen finden von Mai bis Ende Oktober immer samstags ab 13:00 Uhr statt; Sonntage und Feiertage ab 11:00 Uhr. Die Führungen beginnen immer zur vollen Stunde, die letzte Führung startet um 16:00 Uhr. Übrigens ist der Wülzburger Brunnen mit einer Tiefe von 143 Metern einen der tiefsten Festungsbrunnen in Deutschland. Im Innenhof begrüßt das Ausflugslokal „Burgwirt“ und lädt nach einem Rundgang zur Stärkung ein.

Kontakt:
Touristinformation Weißenburg
Martin-Luther-Platz 3, 91781 Weißenburg
Tel.: 09141 / 907 – 124, Fax: 09141 / 907 – 393
www.weissenburg.de