Eine Fotoausstellung von Jane und Klaus Glück: Es ist die Faszination am morbiden Charme des Verfalls, die Jane und Klaus Glück bewegt hat, auf ihren Reisen in Deutschland und Europa das Vergessen und den Untergang im Bild festzuhalten. Die verlassenen Orte erinnern an eine bessere Zeit und bedrücken beim Betrachten.

Lost Places 3Burgen, Schlösser und alte Kirchen oder Klöster gehören schon lange zu den etablierten Touristenzielen weltweit, egal ob saniert oder als Ruine stehen gelassen. Doch für die neuen Abenteurer, die sich „Urban Explorer“ nennen, was so viel heißt wie „den städtischen Raum erforschen“, bieten ausgeschilderte und in Reiseführern beschriebene Ziele keinen Reiz. Es geht ums Entdecken, das Abenteuer! In Orte vorzudringen, die mit Gefahren und Risiken locken, die nicht abgesichert sind, höchstens abgesperrt. „Es geht um das Erforschen des Verfalls, das Gefühl der Tragik und Melancholie in Gebäuden, die einst Kranke und Sterbende beherbergten, oder alte, schwere Maschinen aus dem letzten Jahrhundert, oder Papiere, Möbel, Inventar – zurückgelassen, aufgegeben, Geschichte“, erzählt Klaus Glück.

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Beliebteste Objekte sind Sanatorien, Krankenhäuser und Industrieruinen, aber auch Villen, Hotels, Restaurants, Kasernen, Bunker, Bahnhöfe, Bäder oder Freizeitparks. Die Ausstellung zeigt einige der bekannteren Ziele wie die Lungenheilstätten von Beelitz, wo prominente Patienten wie Adolf Hitler und Erich Honecker behandelt wurden, ein verlassenes Dorf vom Schiefertagebau in Thüringen oder die letzten Überreste der einst blühenden Tuchfabrikation in Forst. Die meisten der Bilder sind digital aufgenommen, wichtigstes Zubehör dabei: Stativ und Drahtauslöser. „Wir arbeiten mit dem vorhandenen Licht, um die Stimmung im Gebäude einzufangen“, erklärt Jane Glück.

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