Übersicht über Verbände, Netzwerke und Vereinigungen für die regionale Wirtschaft.  Diese Liste ist groß. Anders als bei der Mitgliedschaft in der Handwerkskammer oder Industrie- und Handelskammer haben Einzelpersonen und Unternehmen bei den Wirtschaftsverbänden freiwillig die Wahl. Im Handwerk entsprechen die Innungen den Wirtschaftsverbänden. Das Business Lounge Magazin hat eine kleine Übersicht* der Verbände, Netzwerke und Vereinigungen zusammengestellt, die man in der Region nutzen kann.

Begonnen hatte die Idee eines Zusammenschlusses von Gewerbetreibenden im 18. Jahrhundert, um auf lokaler Ebene Interessen durchzusetzen. Der älteste Gewerbeverein wurde 1699 in Tussenhausen (Landkreis Unterallgäu) gegründet. Mitte des 19. Jahrhunderts kam es zu einer wahren Gründungswelle und das Bürgertum zeigte sich zunehmend selbstbewusst. Der erste Wirtschaftsverband war im Jahr 1876 der Centralverband Deutscher Industrieller (CVDI), der ab 1895 mit dem Bund der Industriellen (BDI) konkurrierte. 24 Jahre später fanden die beiden Verbände zusammen. Nach dem Zweiten Weltkrieg entstand der Dreiklang der Verbände wie wir ihn heute kennen: Wirtschaftsverband, Arbeitgeberverband und Kammern. Hinzu kommen unzählige Lobbyverbände – gegliedert beispielsweise nach Branchen, Politikfeldern, nach Glaubensrichtung oder sogar Geschlecht.

Frank Dommel, 1. Vors. Region Hesselberg AG

Frank Dommel, 1. Vors. Region Hesselberg AG

Unternehmernetzwerk Region Hesselberg AG
In dem Netzwerk haben sich rund 100 Unternehmer aus kleinen und mittelständischen Betrieben zusammengeschlossen. Gegründet wurde der Verein 2004 mit 24 Unternehmen. Die meisten kommen aus dem südlichen Landkreis Ansbach und aus den umliegenden Nachbarregionen wie den Landkreisen Donau-Ries oder Weißenburg-Gunzenhausen. Ziele sind die Stärkung der Region und der nachhaltige Austausch untereinander, um die Unternehmerkontakte durch das Netzwerken zu vertiefen. Die Mitglieder sind Unternehmen, Selbstständige und Freiberufler aus Handwerk, Handel, Gastronomie, Dienstleistung und Industrie. Um die Ziele zu erreichen, treffen sich die Mitglieder regelmäßig; zusätzlich werden viele Veranstaltungen organisiert. Darunter sind Firmenbesuche, die das Know-how der Region verdeutlichen. „Wir denken global, handeln aber in erster Linie regional“, erklärt Frank Dommel, Unternehmer aus Wassertrüdingen und Vorstandsvorsitzender der Hesselberg AG. „Für mich ist es interessant, in andere Firmen hineinschauen zu dürfen. Oft hätte man gar nicht erwartet, dass es solch einen Betrieb in unserer ländlichen Region gibt.“ Der direkte Draht zu anderen Firmenchefs ist ihm wichtig und hilfreich.

Insgesamt basiert die Region Hesselberg AG auf fünf Säulen: Marketing für die Mitglieder, Vertretung der Interessen, Nutzung von Synergieeffekten, Förderung und Entwicklung sowie Stärkung der Region. Sie ist ein Verein, in dem sich Unternehmer auch aktiv einbringen und in Projektgruppen zusammenarbeiten. Dadurch verstärkt sich der Effekt vom Netzwerken – es entstehen sehr gute Verbindungen untereinander. Seit einigen Jahren steht das Thema Fachkräfte für die Region sowie das Finden von Auszubildenden auf dem Programm. Dafür wird mit CONTACT eine eigene sehr erfolgreiche Ausbildungsbörse organisiert. Die Region Hesselberg AG arbeitet aber auch mit weiteren Partnernetzwerken zusammen, um die Synergien zu vergrößern. Im Bereich Fachkräfte und Ausbildung mit dem Netzwerk Fachkräfte, beim „Großen Empfang der Wirtschaft“ mit dem Marketingnetzwerk TRUST.

Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer vbw, VBM und BayME

Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer vbw, VBM und BayME

Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw)
Diese Vereinigung ist eine freiwillige, branchenübergreifende und zentrale Interessenvereinigung der Wirtschaft im Freistaat und vertritt 132 Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbände sowie 40 Einzelunternehmen aus den Bereichen Industrie, Handwerk, Bauwirtschaft, Einzelhandel, Banken, Versicherungsgewerbe, freie Berufe, Land- und Forstwirtschaft, Hotellerie, Gastronomie sowie Groß- und Außenhandel. In den vbw-Mitgliedsverbänden sind bayernweit etwa 4,4 Millionen sozialversicherungspflichtige Beschäftigte tätig. Auch als Landesvertretung der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) und des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) vertritt der vbw gemeinsame wirtschaftliche, soziale und gesellschaftspolitische Interessen. In München befindet sich der Hauptsitz, Präsident ist Alfred Gaffal, Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. Sieben Bezirksgruppen gibt es in Bayern, dazu kommen Verbindungsbüros in New York, Brüssel und Teheran. Als „Stimme der Wirtschaft“ bietet sie sachkundige und detaillierte Informationen zu allen politischen Top-Themen, Vermittlung von Kontakten zu Politik und Wirtschaft sowie den Zugang zu allen regionalen und zentralen Informationsplattformen. Die Vereinigung der bayerischen Wirtschaft bewegt sich zwischen klassischen Themenfeldern wie Infrastruktur, Steuern und Bildung über aktuelle Themen wie der Flüchtlingsintegration und die Öffnung des Iran bis zu Zukunftsthemen.

Verband der Bayerischen Metall- und Elektro-Industrie (VBM)
Bayerischer Unternehmensverband Metall und Elektro (BayME)
Bertram Brossardt ist nicht nur Hauptgeschäftsführer bei der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft, sondern auch Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Bayerischen Metall- und Elektro-Industrie (VBM) und des Bayerischen Unternehmensverbandes Metall und Elektro (BayME). Er vertritt damit die tarifgebundenen und nicht tarifgebundenen Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie. Der Unternehmensverband Metall und Elektro setzt sich für die gemeinsamen gesamtwirtschaftlichen, sozialen und politischen Interessen der Mitgliedsbetriebe ein, die ihren Firmensitz oder eine Niederlassung in Bayern haben. Der Verband der Bayerischen Metall- und Elektro-Industrie gestaltet und verhandelt die Tarifverträge mit den Gewerkschaften. Alle Mitgliedsbetriebe des VBM sind automatisch auch Mitglied im BayMe. Metall, Elektro und IT sind in Bayern die wichtigsten Industriebereiche. Im Jahr 2015 beschäftigten die Unternehmen 784.724 Arbeitnehmer und erwirtschafteten einen Umsatz von rund 243 Milliarden Euro. Verbände bieten ihren Mitgliedern mehr als 1.000 Veranstaltungen pro Jahr. Alle Angebote sind auf die Anforderungen der bayerischen Metall- und Elektroindustrie ausgelegt und unterstützen die Unternehmen in der täglichen Betriebspraxis.

Marketingexperte Andreas Fuhr

Andreas Fuhr, Netzwerk Fachkräfte

Netzwerk Fachkräfte
Es fehlen in vielen Betrieben Fachkräfte und Auszubildende. Der Kampf um die besten Köpfe hat längst begonnen. Im Unternehmernetzwerk Fachkräfte haben sich westmittelfränkische Unternehmen aus Industrie, Handel und Handwerk zusammengeschlossen, um das Problem gemeinsam anzupacken. Es geht darum, aktuelles Wissen zu vermitteln, sich untereinander auszutauschen und gemeinsam Strategien zu entwickeln, von der alle Unternehmen in Mittelfranken profitieren. „Der Schwerpunkt liegt ganz klar auf der Region“, sagt Andreas Fuhr vom Unternehmernetzwerk Fachkräfte. „Wir unterstützen uns gegenseitig, um an geeignetes Personal und gute Auszubildende zu kommen.“ Um Fachkräfte und Azubis in der Region zu halten, ist es wichtig, attraktive Arbeitsplätze zu schaffen. Schlagworte sind: Qualifikation, Work-Life-Balance und Gesundheit. Außerdem veranstaltet das Netzwerk Fachkräfte zweimal im Jahr das Forum für Ausbilder und Personalverantwortliche. In unterschiedlichen Workshops geht es um praxisnahe Dinge und Hilfestellungen im Berufsalltag von Personalverantwortlichen. Daneben steht aber auch der Austausch untereinander auf dem Programm, um einen Einblick zu bekommen, wie in anderen Unternehmen die Ausbildung abläuft. Außerdem organisiert das Netzwerk Fachkräfte Veranstaltungen in loser Folge. Moment findet beispielsweise eine Roadshow zum Thema betriebliche Altersvorsorge statt. Denn auch damit können Unternehmen bei möglichen Bewerbern punkten. Neu hinzu kommt im Herbst eine Karrieremesse in Ansbach.

Dr. Hubertus Porschen, Bundesvorsitzender „Die Jungen Unternehmer“

Dr. Hubertus Porschen, Bundesvorsitzender „Die Jungen Unternehmer“

Die Jungen Unternehmer
Dieser Wirtschaftsverband vertritt die Interessen von jungen Familien- und Eigentümerunternehmen und ist eine Unterorganisation des Verbands „Die Familienunternehmer“. Die Mitglieder sind Inhaber oder Gesellschafter eines Unternehmens, haben einen Jahresumsatz ab einer Million Euro, mindestens zehn Mitarbeiter, einen Eintrag ins Handelsregister oder in die Handwerksrolle und sind nicht älter als 40 Jahre. „Mich begeistert die besondere Mischung in unserem Verband: Wir sind Nachfolger und Gründer“, so Bundesvorsitzender Dr. Hubertus Porschen. „Wir sind jung, haben eigene Ideen und Herausforderungen. Im Austausch mit gestandenen Familienunternehmen können wir aber viel lernen und uns gegenseitig voranbringen.“ Der Verband tritt nach eigenen Angaben für eine Soziale Marktwirtschaft ein, der Schwerpunkt liegt vor allem auf der Generationengerechtigkeit und Nachhaltigkeit. Es gibt zehn Landesverbände und 46 Regionalkreise. Sitz der Bundesgeschäftsstelle ist Berlin. Neben der Interessenvertretung bei wirtschaftspolitischen Themen fördert der Verband den Austausch von Unternehmern bei Veranstaltungen in den einzelnen Regionen oder bei bundesweiten Treffen. Außerdem führen „Die Jungen Unternehmer“ eigene Projekte durch. Eines davon ist „Schüler im Chefsessel“.

Lutz Goebel, Präsident „Die Familienunternehmer e.V.“

Lutz Goebel, Präsident „Die Familienunternehmer e.V.“

Die Familienunternehmer e.V.
Der Verein kümmert sich – wie der Name schon sagt – um die Interessen von Familienunternehmen in Deutschland. Sitz des Vereins ist Berlin, Präsident ist Lutz Goebel. Wie auch beim Tochterverband „Die Jungen Unternehmer“ steht er laut eigenen Angaben für die „grundsätzlichen Werte der Sozialen Marktwirtschaft“. Und auch die Mitgliedsvoraussetzungen sind die gleichen. Der Verband mit 46 Regionalkreise, gegliedert in 16 Landesbereiche, repräsentiert die wirtschaftspolitischen Interessen von 180.000 Familienunternehmen mit acht Millionen sozialversicherungspflichtigen Mitarbeitern. Eine der zentralen Veranstaltungen des Verbands ist „Mehr Wirtschaft wagen!“ in Berlin, wo es einen Dialog mit Spitzenpolitikern gibt. Weitere Formate sind der internationale Unternehmertag, der Zukunftskongress und das Unternehmerforum. Daneben finden zahlreiche Veranstaltungen wie Vorträge, Betriebsbesichtigungen oder Unternehmerstammtische in den verschiedenen Regionen statt.

TRUST Business Lounge
Seit 2006 bringt das Unternehmernetzwerk mit regelmäßig stattfindenden Abendveranstaltungen Unternehmer, Entscheider und Führungskräfte zusammen und vernetzt sie. Die TRUST Business Lounge findet mindestens acht Mal pro Jahr statt. Es gibt klare Regeln für dieses Veranstaltungsformat: Die Anzahl der Gäste ist auf 100 begrenzt, um einen nachhaltige Austausch mit tiefgehenden Gesprächen und Kontakt zu ermöglichen. Jeder Unternehmer aus Industrie, Handel und Handwerk kann sich bei Interesse als TRUST Business Lounge Gast registrieren lassen. Verpönt sind aggressive Akquise und einseitige Geschäftsinteressen; aus diesem Grund sind auch einige Berufsgruppen nicht zugelassen. TRUST bewahrt die selbstgesteckten Ziele konsequent und Gäste, die sich nicht daran halten, werden ausgeladen. Deshalb findet die TRUST Business Lounge als geschlossene Veranstaltung statt. Auf diesen gibt es 20-minütige Vorträge oder Talkrunden, in denen Unternehmen vorgestellt oder unternehmerrelevante Inhalte behandelt werden. Es geht darum, einen Impuls zu setzen und auf Themen aufmerksam zu machen. Der Kontakt und Austausch zwischen den Unternehmern stehen aber im Vordergrund. Hier hat sich TRUST eine Kernkompetenz erarbeitet und bietet mittlerweile für Unternehmen Netzwerkmanagement mit verschiedenen Schwerpunkten an. Bis heute ist so eine einzigartige Unternehmerveranstaltung entstanden. Viele Netzwerke und Ideen wurden hier geboren, etwa das Netzwerk Fachkräfte, das eigene Ausbildungsbörsen und eine Karrieremesse organisiert. Für das Unternehmernetzwerk Region Hesselberg e.V. organisiert TRUST den Empfang der Wirtschaft und im Veranstaltungsformat Business Lounge THEMA geht es um einen Schwerpunkt, der aus verschiedenen Sichtweisen betrachtet wird. Hier stehen der Praxisbezug und die Umsetzbarkeit im eigenen Unternehmen im Vordergrund.

Harald Lais, BNI-Nationaldirektor für Deutschland und Österreich

Harald Lais, BNI-Nationaldirektor für Deutschland und Österreich

BNI (Business Network International)
Für das Unternehmernetzwerk Business Network International (BNI) ist es im vergangenen Jahr sehr gut gelaufen: Mit einem Umsatzplus von knapp 25 Prozent im Vergleich zu 2015 erreichte BNI in Deutschland einen Jahresumsatz von 526 Millionen Euro und fährt damit ein neues Rekordergebnis ein. Das Unternehmernetzwerk hat bundesweit knapp 8.500 Mitglieder, die in 305 Gruppen zusammenarbeiten, um durch professionalisiertes Empfehlungsmarketing ihren Umsatz zu steigern. Das Motto von BNI heißt: Wer gibt, gewinnt. „Unser aktuelles Jahresergebnis und das kontinuierliche Wachstum von BNI in den letzten Jahren zeigen deutlich, dass unser Konzept funktioniert. Vor dem Hintergrund unseres Mottos lassen sich mithilfe von Networking und gezieltem Empfehlungsmarketing am Ende große Erfolge erzielen“, so Harald Lais, BNI-Nationaldirektor für Deutschland und Österreich. Unternehmer unterschiedlichster Branchen treffen sich wöchentlich in regionalen Gruppen, um ihre Betriebe und Leistungen gegenseitig weiterzuempfehlen. Weltweit hat das Business Network International, das Unternehmensberater Dr. Ivan Misner in den USA gegründet hat, 190.000 Mitglieder in 69 Ländern. Das erklärte Ziel: Mehr Umsatz durch neue Kontakte und Geschäftsempfehlungen. Bei BNI schließen sich Unternehmer in Teams aus rund 20 bis 60 Vertretern unterschiedlicher Fachgebiete zusammen. Ein fester Termin für die Unternehmerteams sind verbindliche wöchentliche Frühstückstreffen, die morgens schon vor sieben Uhr beginnen.

Oliver Lang-Beil (stellvertretender Kreissprecher), Christian Setzer (Kreissprecher), Jörg Lyer (Kassenwart), Christoph Heindl und Matthias Kohla (v.l.) von den Wirtschaftsjunioren Ansbach

Oliver Lang-Beil (stellvertretender Kreissprecher), Christian Setzer (Kreissprecher), Jörg Lyer (Kassenwart), Christoph Heindl und Matthias Kohla (v.l.) von den Wirtschaftsjunioren Ansbach

Wirtschaftsjunioren
Hinter ihnen stecken mehr als 10.000 Unternehmer und Führungskräfte unter 40 Jahren. Sie sind global vernetzt und als größtes Netzwerk junger Wirtschaft in Deutschland mit rund 210 Mitgliedskreisen vor Ort präsent. Zusammen verantworten die Mitglieder rund 300.000 Arbeitsplätze, 35.000 Ausbildungsplätze, mehr als 120 Milliarden Euro Umsatz und sie sind in allen Branchen und Bereichen tätig, beispielsweise im Dienstleistungsgewerbe, Handel und in der Industrie. Die Ziele der Wirtschaftsjunioren sind, den Standort Deutschland weiterzuentwickeln sowie Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Deutschlandweit laufen rund 800 Projekte für innovatives Unternehmertum und eine bessere Bildung. Eines heißt beispielsweise „Jugend stärken: 1.000 Chancen“. Dabei motivieren die Wirtschaftsjunioren gemeinsam mit dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend benachteiligte junge Menschen, einen Schulabschluss zu machen, berufliche Ziele zu entwickeln und Chancen zu nutzen. Die Wirtschaftsjunioren Ansbach treffen sich in unregelmäßigen Abständen in verschiedenen Kneipen zum Austausch, bei Betriebsbesichtigungen und anderen Veranstaltungen. Ab 1947 gründeten sich zahlreiche Juniorenkreise bei den IHKs, den örtlichen Arbeitgeberverbänden und den Fachverbänden der Wirtschaft. Erster Juniorenkreis waren die Wirtschaftsjunioren der Westfälischen Kaufmannsgilde in Dortmund. 1954 erfolgte die Gründung des Bundesverbands. 1981 kam es zum heutigen Namen: Wirtschaftsjunioren Deutschland.

Dr. Silvius Grobosch, Mitglied des geschäftsf. Bundesvorstandes BME

Dr. Silvius Grobosch, Mitglied des geschäftsf. Bundesvorstandes BME

Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME)
Der 1954 gegründete BME ist der führende Fachverband für Einkäufer, Supply Chain Manager und Logistiker in Deutschland und Kontinentaleuropa. Der BME versteht sich als Dienstleister für seine Mitglieder, die aus allen Branchen kommen, beispielsweise der Industrie, dem Handel, dem Finanzbereich oder öffentlichen Einrichtungen. Zu den Zielen gehören der Austausch von Know-how, die Aus- und Weiterbildung von qualifiziertem Personal und die wissenschaftliche Arbeit an neuen Methoden, Verfahren und Techniken. Außerdem unterstützt der BME seine Mitglieder, neue Märkte zu erschließen und gestaltet wirtschaftliche Prozesse und globale Entwicklungen. Der BME ist auf rund 9.500 Mitglieder angewachsen – von der Einzelperson bis zum Großunternehmen. Das Netzwerk in 38 Regionen veranstaltet jährlich Treffen mit Fachvorträgen, Diskussionen oder Firmenbesuchen. „Im Einkauf findet zurzeit ein gravierender Strukturwandel statt. Ausgelöst werden die Veränderungen durch die Digitalisierung der Wirtschaft”, sagt Dr. Silvius Grobosch, Mitglied des geschäftsführenden Bundesvorstandes. Daraus ergebe sich eine ganze Reihe neuer Entwicklungen wie ein sich kontinuierlich wandelndes Beschaffungsportfolio, eine zunehmende Vernetzung entlang der Lieferkette und die Echtzeitverfügbarkeit von Daten. Parallel dazu gewinne die Prozessoptimierung im Einkauf enorm an Bedeutung.

Aktivsenioren Bayern
Rund 50 Mitglieder der Aktivsenioren sind das ganze Jahr quer durch alle Landkreise in Mittelfranken unterwegs, um Existenzgründern unter die Arme zu greifen. Hinter den Aktivsenioren stecken ehemalige Führungskräfte und Geschäftsführer, die sich ehrenamtlich für die heimische Wirtschaft einsetzen. Aber auch bei Themen wie beispielsweise der Unternehmenssicherung und Nachfolge stehen sie Betrieben mit Rat und Tat zur Seite. „Oft wollen die älteren Herrschaften nicht loslassen, das Thema ist sehr emotionsgeladen. Aber wir sind vom Alter her auf gleicher Augenhöhe. Deswegen unterstützen wir den Prozess der Nachfolge vor allem in der Kommunikation – nicht in steuerlichen oder rechtlichen Fragen“, erklärt Barbara Wittenbreder von der Regionalleitung der Aktivsenioren Mittelfranken. Außerdem organisieren sie zahlreiche Ausbildungsinitiativen, unter anderem in Mittelfranken mit den Abschlussklassen einiger Mittelschulen. Damit begleiten sie den schwierigen Übergang von der Schule in den Beruf. Und es laufen verschiedene Projekte mit Hochschulen und Meisterklassen, um Studenten anhand eines Businessplans unternehmerisches Denken zu vermitteln. Bayernweit zählen die Aktivsenioren rund 270 Mitglieder. Für alle gibt es inzwischen ein breites Schulungsprogramm: Dabei geht es um Fragen zur Existenzgründung, Unternehmensnachfolge, Geschäftsmodellanalyse, betriebliche Rechtsformen, Förderprogramme oder den Umgang mit verschiedenen Computerprogrammen.

Kontakt: www.aktivsenioren.de; barbara.wittenbreder@aktivsenioren.de
Größe: 270 Mitglieder (bayernweit)
Netzwerk/Verband für… Ehemalige Führungskräfte
Aufgaben/Zielsetzung: Berät ehrenamtlich Existenzgründer sowie kleine und mittlere Unternehmen in allen betriebswirtschaftlichen Fragen

Kontakt: www.bni.de; info@bni-no.de
Größe: 8.500 Unternehmer (deutschlandweit)
Netzwerk/Verband für… Unternehmen jeder Größe in lokalen Chaptern – dort ist jeder Beruf nur einmal vertreten
Aufgaben/Zielsetzung: Umsatzsteigerung der Mitglieder durch Geschäftsempfehlungen; jedes Mitglied soll helfen; dadurch generieren die Mitglieder provisionsfrei einen zusätzlichen Umsatz

Kontakt: www.bme.de; info@bme.de
Größe: 9.500 Mitglieder (deutschlandweit)
Netzwerk/Verband für… Einkäufer, Supply Chain Manager und Logistiker
Aufgaben/Zielsetzung: Austausch von Know-how, Aus- und Weiterbildung von Personal und die wissenschaftliche Arbeit an neuen Methoden und Techniken; Erschließung neuer Märkte

Kontakt: www.familienunternehmer.eu; kontakt@familienunternehmer.eu
Größe: 6.000 Familienunternehmer (deutschlandweit)
Netzwerk/Verband für… Eigentümerunternehmer – Voraussetzungen: 1 Mio. Euro Jahresumsatz, mind. 10 MA, Eintrag ins Handelsregister
Aufgaben/Zielsetzung: Einsatz für die  Werte der Sozialen Marktwirtschaft; Vernetzung, Bildungsangebote zur Unternehmensführung

Kontakt: www.junge-unternehmer.eu; kontakt@junge-unternehmer.eu
Größe: 1.500 Jungunternehmer (deutschlandweit)
Netzwerk/Verband für… Interessenvertretung für Familien- und Eigentümerunternehmer bis 40 Jahre – Voraussetzungen: 1 Mio. Euro Jahresumsatz, mind. 10 MA Eintrag ins Handelsregister
Aufgaben/Zielsetzung: Die Stimme der jungen Unternehmer in Deutschland und bildet ein schlagkräftiges Netzwerk im Kampf für Generationengerechtigkeit

Kontakt: www. netzwerk-fachkraefte.de; info@netzwerk-fachkraefte.de
Größe: 60 Unternehmen im Landkreis Ansbach
Netzwerk/Verband für… Firmen aller Größen der Region aus Industrie, Handel und Handwerk
Aufgaben/Zielsetzung: Gemeinsame Strategien und Aktionen gegen den Fachkräfte- und Azubimangel

Kontakt: info@unternehmernetzwerk-hesselberg.de; www.unternehmernetzwerk-hesselberg.de
Größe: 100 Unternehmen (im westl. Mittelfranken)
Netzwerk/Verband für… Kleine und mittlere Unternehmen der Region im südl. Landkreis Ansbach und in den benachbarten Regionen
Aufgaben/Zielsetzung: Marketing für Mitglieder, Vertretung der Interessen, Nutzung von Synergieeffekten, Förderung und Entwicklung sowie Stärkung der Region

Kontakt: info@unternehmer-treffen-unternehmer.de; www.unternehmer-treffen-unternehmer.de
Größe: über 5.000 direkte Unternehmerkontakte
Netzwerk/Verband für… Unternehmen aus Industrie und industrienahen Dienstleistungen sowie Handel und Handwerk aus den Landkreisen Ansbach, Schwäbisch Hall, Ostalb, Weißenburg-Gunzenhausen und Neustadt/Aisch-Bad Windsheim
Aufgaben/Zielsetzung: Das Zusammenbringen und Vernetzen von Unternehmern, Entscheidern und Führungskräften

Kontakt: www.www.baymevbm.de; info@baymevbm.de
Größe: 2.700 Unternehmen (bayernweit)
Netzwerk/Verband für… Firmen der Elektro- und Metallindustrie aller Größen aus Bayern
Aufgaben/Zielsetzung: Der wirtschaftliche Erfolg der Mitgliedsunternehmen. Gemeinsame wirtschaftliche, soziale und politische Interessen werden vertreten. Verhandlung der Tarifverträge

Kontakt: info@vbw-bayern.de; www.vbw-bayern.de
Größe: 132 Verbände und 40 Unternehmen (bayernweit)
Netzwerk/Verband für… Unternehmen aller Größen
Aufgaben/Zielsetzung: Vertretung wirtschaftlicher, sozialer und gesellschaftspolitischer Interessen

Kontakt: www.wj-ansbach.de; vorstand@wj-ansbach.de
Größe: 8.500 Mitglieder (deutschlandweit)
Netzwerk/Verband für… Jeder Selbständige in einer Führungsposition unter 40 Jahren
Aufgaben/Zielsetzung: Ehrenamtliches Engagement für Wirtschaft, Kultur und Soziales in der Region; Fortbildungen

* Dies ist eine Auswahl, die dem Business Lounge Magazin von Unternehmern der Region genannt und empfohlen wurden. Es besteht kein Anspruch auf Vollständigkeit