Gleich zwei Unternehmen aus der Region sind mit dem „Top 100“-Siegel ausgezeichnet worden. Die Walter Bosch GmbH konzentriert sich auf attraktive Marktnischen, die PadaLuma Ink-Jet-Solutions GmbH & Co. KG (Palis) (im Bild oben das Team mit Moderator Ranga Yogeshwar) entwickelt und fertigt als eines der ersten Unternehmen weltweit digitale Tintenstrahldruck-Maschinen für industrielle Produktionsverfahren.

Mit den Drucklösungen von Palis lassen sich in kürzester Zeit Dekore auf verschiedenste Oberflächen auf bis zu 2,25 m Breite aufbringen, die zu Bodenbelägen, Möbelfronten oder Verpackungen weiterverarbeitet werden. Das 2009 gegründete Unternehmen mit Sitz in Markt Erlbach entwickelte neue patentierte Technologien und bewies, dass industrieller Single Pass Dekordruck mit umweltfreundlichen Tinten möglich ist. Mit dem Konzept von modularen Einheiten, skalierbaren Größen und robuster, industrieller Auslegung schuf Palis ein Alleinstellungsmerkmal für variable Produktionskonzepte. Damit können Kunden flexibel auch kleine Losgrößen kostengünstig und schnell produzieren. Palis verknüpft die Anlagen- und Datentechnik mit Automatisierung, Systemintegration sowie Druckprozesssteuerung und ist damit gewappnet für die Anforderungen des Industriestandards 4.0. „ Wir pflegen eine Kultur des Respekts und der Wertschätzung jedes einzelnen Mitarbeiters. Diese Kultur ermöglicht Hochleistung, und unsere Mitarbeiter können sich in diesem Umfeld optimal entwickeln“, erklärt Geschäftsführer Patrik Lutz. Der Innovationserfolg ist beachtlich: Der Top-Innovator mit seinen 25 Mitarbeitern zählt national und international zur Spitzengruppe seiner Branche.
www.palis-digital.com

Norbert Bosch, Ranga Yogeshwar und Helga Bosch (v.l.)

Norbert Bosch, Ranga Yogeshwar und Helga Bosch (v.l.)

Walter Bosch GmbH
Die Innovationsstrategie der Möbelschreinerei aus Wilburgstetten konzentriert sich auf die Identifizierung attraktiver Marktnischen. So hat sie sich auf Zulieferteile der Losgröße 1 spezialisiert. „In diesem Segment ist aufgrund der Materialvielfalt große Flexibilität gefragt. Zugleich herrscht in der Regel hoher Zeitdruck“, sagt der Geschäftsführer Norbert Bosch. Der 1954 gegründete Familienbetrieb hat sich auf Objekteinrichtungen für Banken, Büros und Hotels, aber auch auf Fixmaßteile für die Möbelindustrie spezialisiert. Mit 29 Mitarbeitern ist der Top-Innovator zum technischen Vorreiter geworden. Diese Position verdankt das Unternehmen auch seiner Strategie, für die Fertigung nicht Maschinen von der Stange zu nutzen, sondern Bearbeitungsmaschinen individuell anpassen zu lassen. „Mit unserem exakt auf unsere Bedürfnisse konfigurierten Maschinenpark sind wir in der Lage, innerhalb von nur vier Stunden Möbelteile aus Echtholz zu fertigen“, erläutert Bosch.

Grundlage der Auszeichnung ist eine zweistufige Analyse vom Lehrstuhl für Entrepreneurship und Innovation der Wirtschaftsuniversität Wien. Die Wissenschaftler untersuchen das Innovationsmanagement und den Innovationserfolg der mittelständischen Unternehmen anhand von über 100 Parametern in fünf Kategorien. Unter den Preisträgern sind 71 nationale Marktführer und sogar 31 Weltmarktführer. Zusammen meldeten die Top-Innovatoren in den vergangenen drei Jahren 3.405 nationale und internationale Patente an. Knapp 41 Prozent ihres Umsatzes erzielten sie zuletzt mit Marktneuheiten und Verbesserungen, die sie vor der Konkurrenz auf den Markt brachten (Durchschnitt aller KMU in Deutschland: 6,6 Prozent). Der Erfolg kommt nicht von ungefähr: Die Top-Innovatoren investieren im Schnitt 10,5 Prozent ihres Umsatzes in Forschung und Entwicklung (Durchschnitt aller KMU in Deutschland: 1,5 Prozent). Zwei Drittel der „Top 100“ sind Familienunternehmen.
www.wabo.de