Neues Konzept des Wirtschaftsforums wurde dankend von den Unternehmern angenommen

Entspannt am Abend andere Unternehmer treffen – und zwar grenzüberschreitend – sich fortbilden und einen interessanten Vortrag hören. Das alles bot das erste Wirtschaftsforum in der Hans-von-Raumer-Mittelschule in Dinkelsbühl. Auch hier gilt: Die richtige Mischung macht’s. 

Aus dem Wirtschaftstag des Magischen Dreiecks, der bisher nur einmal im Jahr einen ganzen Tag lang stattfand, ist das Wirtschaftsforum entwachsen. Ab sofort findet das Unternehmertreffen dreimal im Jahr statt – ganz entspannt am Abend mit Büfett und eigener Whiskybar. „Mir hat es sehr sehr gut gefallen. Ich muss da gleich mal ein Ausrufezeichen dahinter machen“, sagte Ellwangens City-Managerin Verena Kiedaisch, „Es war richtig, das Format zu ändern. Der Wirtschaftstag war schon eine tolle Veranstaltung, aber so eine entspannte Atmosphäre wäre am Freitagnachmittag nicht zu erreichen gewesen. Die Messlatte für uns als Veranstalter des übernächsten Wirtschaftsforums hängt sehr hoch.“ Rund 150 Unternehmer aus Industrie und industrienahen Dienstleistungen, die nur auf solche Abendveranstaltungen wie das Wirtschaftsforum oder die Business Lounge gehen, hatten wieder ausreichend Zeit, Kontakte zu pflegen und neue zu knüpfen. Daneben gab es drei Workshops. Prof. Dr. Christian Wilisch, Leiter des Kunststoffcampus Bayern in Weißenburg, stellte in seinem Workshop Kooperationsmodelle zwischen Hochschule und Unternehmen vor. „Das Wirtschaftsforum war sehr interessant für mich“, so Wilisch. „Gerade als Repräsentant der Hochschule waren die Gespräche mit den Unternehmern sehr nützlich und ich komme auch gerne wieder.“ Im zweiten Workshop informierten Rechtsanwalt Dr. Florian Körber und Wirtschaftsprüfer Heinz Walterspacher von Dr. Carl & Partner in Ansbach über Notfallstrategien für Unternehmen, denn fast alle mittelständischen sind auf den Inhaber oder Geschäftsführer zugeschnitten. lounge4Der Workshop zeigte Beispiele aus der Praxis und wie Unternehmer bereits vorab kritische Situationen vermeiden können. Unmotivierte Mitarbeiter, viele Krankheitstage, unentschuldigtes Fehlen — im dritten Workshop machte Michael Reile, Betriebsarzt bei Bosch in Crailsheim, den Unternehmern klar, warum sich betriebliches Gesundheitsmanagement lohnt. Denn Krankheitstage der Mitarbeiter kosten die deutsche Wirtschaft Jahr für Jahr Milliarden Euro. Bei Bosch profitieren beide Seiten vom betrieblichen Gesundheitsmanagement: Die Beschäftigten bekommen durch verschiedene Maßnahmen, wie beispielsweise gesundes Essen in der Kantine, Vorsorgeuntersuchungen oder Sportangebote, mehr Fitness, Motivation und Leistungsfähigkeit. Für das Unternehmen bedeutet das, der Mitarbeiter fällt weniger oft krankheitsbedingt aus und er baut eine stärkere Bindung zu Bosch auf. Apropos Bindung – auch viele Unternehmer des jährlichen Wirtschaftstages sind Wiederholungstäter und kamen zum neuen Wirtschaftsforum, so wie Matthias Kaiser von Kaiser Bürotechnik in Ansbach: „Es war einfach eine super Veranstaltung, vor allem weil sie abends war“, sagte Kaiser. „Für uns als Unternehmen ist es sehr wichtig, auf dem Wirtschaftsforum mit dabei zu sein, weil viele unserer Kunden da sind. Neue Kontakte knüpfen und alte pflegen ist sehr wichtig.“ Auch Sigrid Klenk, Geschäftsführerin der Rommelsbacher ElektroHausgeräte GmbH in Dinkelsbühl, fand das Wirtschaftsforum sehr gut: „Es ist immer schön, wenn man sich austauschen und neue Kontakte knüpfen kann. Es war alles sehr gut organisiert und von daher empfehlenswert.“

lounge3Krönender Abschluss war der VIP-Vortrag des ehemaligen ARD-Journalisten Werner Sonne, der einen spannenden Einblick hinter die Kulissen des Medienzirkus gab. Das hatten Ex-Bundespräsident Christian Wulff und Ex-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg am eigenen Leib erfahren: erst von der Presse gefeiert und dann förmlich von ihr zerfleischt. Werner Sonne ist sich sicher: Zum tiefen Fall der beiden Politiker kam es nur, weil sie nicht zu ihren Fehlern gestanden haben und die Wahrheit nur „scheibchenweise“ enthüllten. Gerade im Fall Wulff seien die Medien mit ihrer „Jagd“ aber über das Ziel hinausgeschossen. „Was er gemacht hat, war kein Ruhmesblatt für ihn, aber auch nicht für die Medien“, sagte der ehemalige Moderator des ARD-Morgenmagazins. Sonne verstand seine Aufgabe als Journalist „fair, unabhängig und kritisch zu berichten, um den Zuschauern Informationen zu liefern, damit sie sich selbst ein Urteil bilden können“. Für die Unternehmer hatte er noch den Rat, sich „nicht wegzuducken“, wenn durch die Presse unangenehme Wahrheiten ans Licht kommen. „Legen Sie lieber gleich alle Fakten auf den Tisch“, empfahl Werner Sonne. „Journalisten lassen nicht locker, das ist ihr Job.“

lounge2Am Ende stimmte die Mischung des neuen Wirtschaftsforums aus viel Zeit zum Netzwerken, aktuellen Workshops, gutem Essen und dem Einblick hinter die Kulisse der Medienlandschaft. „Den Vortrag von Werner Sonne fand ich sehr gut, ein bisschen Zeitgeschichte aus einer anderen Perspektive“, sagte Matthias Bäuerle, Geschäftsführer der Creadis GmbH Nürnberg. „Wann trifft man schon solche Leute, die in ihrem Leben so interessante Persönlichkeiten kennengelernt haben.“ Rudolf Blank, Geschäftsführer der Dauberschmidt Baustoffe Hoch- und Tiefbau GmbH in Dinkelsbühl, freute sich vor allem über den neuen Termin am Abend: „So kann man als Unternehmer viel entspannter daran teilnehmen. Tagsüber war das oft schwieriger. Das Wirtschaftsforum zu besuchen ist sehr wichtig, um zu netzwerken“, so der Geschäftsführer. „Viele Leute sehe ich nur auf solchen Veranstaltungen wie der Business Lounge oder dem Wirtschaftsforum. Von daher besuche ich diese Veranstaltungen regelmäßig und gerne.“

Veranstaltungsinformationen:loungelogo

Termine: Februar, Juni und Oktober 2014
Organisation: TRUST Business Lounge GmbH
Kontakt: info@wirtschaftsforum-magisches-dreieck.de
Informationen: www.wirtschaftsforum-magisches-dreieck.de