Mit der Fusion der Kliniken in Landkreis und Stadt Ansbach ist ein wichtiger Schritt für die medizinische Versorgung gelungen — Unternehmen profitieren von Vorsorgeangeboten

Nach langem politischem Tauziehen haben die Verbundkrankenhäuser des Landkreises und das Klinikum in der Stadt Ansbach fusioniert. Damit ist die medizinische Versorgung der Region langfristig auf hohem Niveau gesichert. Dies ist auch ein wichtiger Standortfaktor, wenn es darum geht, Fachkräfte für die Region zu gewinnen oder zu halten. Unternehmen können zudem von speziellen Gesundheitsförderungsprogrammen profitieren.

Seit 1. August 2013 sind die Kliniken in Landkreis und Stadt Ansbach ein gemeinsames Kommunalunternehmen mit dem Namen ANregiomed. Damit ist die wichtigste Voraussetzung erfüllt, um die Krankenhäuser fit für die Zukunft zu machen. Sie sind ein wichtiger Standortfaktor für die Menschen, die in der Region leben. Bisher standen die Häuser im Landkreis zu dem Krankenhaus Ansbach in Konkurrenz, jetzt können sie gemeinsam an mehreren Standorten handeln. Damit steigt die Qualität der ambulanten und stationären Versorgung für die Menschen insgesamt. Ein gesamtmedizinisches Konzept soll noch in diesem Jahr vorgestellt werden, das dann sukzessive in den nächsten zwei Jahren umgesetzt wird. „Das Gesundheitswesen hat in den letzten Jahren einen dramatischen Wandel erlebt, dem müssen wir Rechnung tragen“, erklärt der Vorstand der Kliniken, Dr. Andreas Goepfert. „Wenn wir jetzt nichts ändern, werden wir nicht in der Lage sein, wirtschaftlich zu agieren.“ Das heißt, die öffentliche Hand würde durch das kommunale Krankenhaus finanziell zu stark belastet. „Es gibt einen guten Spruch, der das umschreibt: Wer alles so halten möchte wie bisher, wird alles verlieren. Das trifft hier zu.“ Viele der Beteiligten erkennen die ökonomische Tragweite im Gesundheitswesen vielleicht noch nicht in vollem Umfang. Das Wissen in der Medizin verdoppelt sich alle zwei bis drei Jahre, entsprechend kommen ständig neue Diagnose- und Behandlungsverfahren hinzu. Das bedeutet, Krankenhäuser müssen regelmäßig die technische Ausstattung auf dem neuesten Stand halten. Für das Verbundkrankenhaus bedeutet das kräftige Investitionen in den nächsten Jahren. Durch die schnelle technische Entwicklung, die hohe Kosten nach sich zieht, ist es nicht mehr bezahlbar, alle medizinischen Möglichkeiten überall anzubieten. Aber durch strategische Zusammenschlüsse, wie gerade in Stadt und Landkreis Ansbach passiert, können einzelne Diagnoseverfahren konzentriert werden, um Großgeräte kostendeckend betreiben zu können. „Das bedeutet kein Rückzug“, erklärt Dr. Andreas Goepfert. „Im Gegenteil: Es stellt die Maximalversorgung sicher.“ Ohne diesen strategischen Zusammenschluss wären die Defizite der einzelnen kommunal geführten Krankenhäuser höher; nicht selten werden sie in solchen Fällen privatisiert. Doch privat geführte Kliniken müssen die Interessen von Aktionären und Shareholder befriedigen – das sind rund fünf bis zehn Prozent der Einnahmen. Deshalb suchen sie sich meistens nur lukrative Teilbereiche aus. „Hier haben wir dagegen ein kommunales Unternehmen und agieren im besten Sinne für die Bevölkerung“, ist Dr. Andreas Goepfert zufrieden. „Wir können unsere Mittel zu 100 Prozent zum Wohle der Patienten und Mitarbeiter verwenden.“ Durch die große Vielfalt, die über alle vier Standorte angeboten wird, kann fast jede Erkrankung diagnostiziert und behandelt werden. Die Ärzte und Schwestern verfügen über ein entsprechend umfangreiches Fachwissen und bilden sich ständig weiter. So ist eine hochwertige, wohnortnahe Versorgung auch in Zukunft gewährleistet.

inhaltsbild_anregiomedGesundheitsprävention hilft bei Fachkräftemangel

In Zeiten knapper werdender Fachkräfte hat das Gesundheitsmanagement in Unternehmen stark an Bedeutung gewonnen. Es verbessert das Image, wenn neue Mitarbeiter gesucht werden, zudem bleiben ältere Fachkräfte länger fit. Für Unternehmen bedeutet das: geringere Fluktuation, weniger Unfälle, eine höhere Gesundheitsquote und ein besseres Betriebsklima. Nicht nur der Anstieg des Altersdurchschnitts hat dazu geführt, dass Unternehmen die Gesundheit ihrer Mitarbeiter erhalten und fördern. Denn gerade gut ausgebildete Mitarbeiter sind sehr wertvoll. Während größere Betriebe zum Teil ein eigenes Gesundheitsmanagement aufbauen, können mittlere und kleinere auf die Hilfe von ANregiomed zurückgreifen. Entsprechende Möglichkeiten werden für das jeweilige Unternehmen individuell zusammen gestellt. Das Angebot umfasst Beratung, konkrete Kursangebote, wie etwa Fitness oder gesunde Ernährung sowie Vorsorgeuntersuchungen, abgestimmt mit dem Hausarzt. „Die häufigsten Ausfälle in Betrieben gibt es durch Herz-Kreislauf- oder Krebserkrankungen sowie durch Erkrankungen im Bewegungsapparat oder Magen-Darm-Trakt“, erklärt Dr. Andreas Goepfert. Vorsorgeuntersuchungen helfen diese Erkrankungen frühzeitig festzustellen, noch bevor es zu Beschwerden kommt. Dadurch steigen die Heilungschancen rapide. So könnte ein Präventionsprogramm zum Beispiel Vorsorgeuntersuchungen von Mitarbeitern bezuschussen. Mit dem sogenannten Kardio-MRT (Magnetresonanztomograph) kann etwa auf schonende Weise untersucht werden, ob Gefäße verengt sind. Diese Untersuchung wird derzeit von den Kassen nicht vergütet, bietet aber beiden Seiten — Arbeitgebern und Arbeitnehmern — einen Mehrwert, wenn der Mitarbeiter demzufolge nicht durch einen Herzinfarkt ausfällt.

Netzwerkkontakt:logo_anregiomed

Dr. Andreas Goepfert (Vorstand)
Nils Wittig (Leitung Kommunikation, Marketing & Kooperationen)

ANregiomed
Escherichstr. 1 | 91522 Ansbach
Telefon 0981 / 484 – 2236  | Fax 0981 / 484 – 2336

n.wittig@vkla.de | www.ANregiomed.de | www.fraenkisch-gesund.de