TechnologieForum Am 27. Oktober bietet Theorie, Praxis und viele Kontakte
Eine Möglichkeit, im immer härteren Wettbewerb am Markt zu bestehen, sind Kooperationen, die beim Austausch und Innovationstransfer helfen. Der Vorteil: Die Unternehmen können sich auf ihr Spezialgebiet konzentrieren und gemeinsam erfolgreiche Vertriebswege nutzen. Beim TechnologieForum Westmittelfranken treffen sich ausschließlich Führungskräfte aus den Bereichen Entwicklung, Produktion, Einkauf, Instandhaltung und Vertrieb, um über effiziente Prozesse und Rationalisierungspotenziale zu diskutieren.

Thomas Merkel (Wirtschaftsförderung Landkreis Ansbach), Siegfried Müller und Frank Dommel (v.l.n.r.) besprechen das TechnologieForum.Gerade mit den steigenden Energiekosten werden rationale Prozesse immer wichtiger. „Das Schlimmste, was passieren kann, sind Stillstands- und Ausfallzeiten“, erklärt Siegfried Müller von der PROF-IS
GmbH in Dinkelsbühl. Dabei wäre dies leicht zu umgehen, denn durch Modernisierung können ältere Maschinen wieder mit hoher Produktivität eingesetzt werden. Oft ist zwar die Mechanik in gutem Zustand,
aber Antrieb und Steuerung veraltet. Das führt häufig zu Ausfällen, Ersatzteilproblemen und hohen Energiekosten. Beim Retrofitting werden die veralteten Komponenten durch neue ersetzt und die Anlagen damit wieder auf den aktuellen Stand gebracht. Dies ist deutlich günstiger als Neuanschaffungen, bringt aber eine erhöhte Produktivität, einen geringeren Energieverbrauch und neue Funktionen. Beim Technologie-Forum Westmittelfranken geht es außerdem um die Wertstromanalyse als Ansatz zur Identifizierung von Optimierungspotenzial in der Produktion. So werden bei der Wertstromanalyse Material- und Informationsflüsse von Produktionsprozessen übersichtlich und prägnant erfasst und visualisiert. Dabei helfen relevante Kennzahlen wie Zykluszeit und Bestände im IST-Zustand. „Die dabei erarbeitete Wertstromdarstellung dient zur Identifizierung von Optimierungspotenzial“, erklärt Dipl.-Ing. Johannes Böhner von der Fraunhofer-Projektgruppe Prozessinnovation der Universität Bayreuth. „Sie dienen als Basis für Projekte mit dem Ziel der Durchlaufzeitreduzierung oder Produktivitätssteigerung.“

Doch aktuelles Wissen und die entsprechende Umsetzung allein reichen nicht mehr aus um am Markt zu bestehen. Deshalb bilden sich gerade im industriellen Bereich immer mehr Netzwerke und Kooperationen. Den beteiligten Firmen geht es darum, Eigenständigkeit zu bewahren und vom gemeinsamen Wissen zu profitieren. Frank Dommel aus Wassertrüdingen weiß, „wenn man einige Grundsätze beachtet, entstehen aus solchen Netzwerken erfolgreiche Zusammenschlüsse. Gerade größere Kunden wollen keine Einzellösungen, sondern eine komplette Abwicklung.“

Neben dem theoretischen Wissen gibt es auf dem TechnologieForum viele praktische Beispiele, etwa über Vorteile bei der Modularisierung von modernen Mikroprozessorsystemen. Außerdem gibt es großzügige
Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen bekommen. In den Gesprächen ergeben sich neue Ideen, Partnerschaften oder sogar neue Projekte.

VERANSTALTUNGSINFORMATIONEN
TechnologieForum Westmittelfranken

Termin: 27. Oktober 2011
Ort: Ev. Bildungszentrum Hesselberg
Beginn: 13:00 Uhr | Ende: 18:30 Uhr
Anmeldung bis 25. Oktober 2011 im Internet unter www.technologieforum-wmf.de