Der fünfte Wirtschaftstag des Magischen Dreiecks am 21. Oktober im Hangar Crailsheim

Crailsheims Oberbürgermeister Rudolf Michl ist überzeugt: „Der Wirtschaftstag ist die wichtigste Veranstaltung im Verbund des Magischen Dreiecks. Sie zeigt Kooperationsmöglichkeiten auch über die Grenzen hinaus.“ Am 21. Oktober 2011 ab 9:30 Uhr findet dieser Wirtschaftstag bereits zum fünften Mal statt; zum zweiten Mal gastiert er im Crailsheimer Hangar. Neben Workshops und Vorträgen ist das Hauptziel des Wirtschaftstages, die Unternehmer grenzüberschreitend zu vernetzen.

Rückenwind bekommt Michl von seinen Kollegen aus Dinkelsbühl und Ellwangen. „Wir müssen weiter Berührungsängste überwinden“, sagte der Dinkelsbühler Oberbürgermeister Dr. Christoph Hammer. „Bei den Arbeitsplätzen gibt es schon einen regen Austausch über die Grenze.“ Für Hammer sind Arbeitsplätze im Gebiet des Magischen Dreiecks ein Garant für das Überleben der ländlichen Region.

Gestärkte Unternehmen könnten eben diese Arbeitsplätze liefern. Hammer richtete noch einen Appell an Stuttgart: „Der Regierungswechsel darf keinen Keil in die regionale Wirtschaftspolitik treiben.“ Deshalb ist er gespannt auf Peter Hofelich (MdL), der in seinem Impulsvortrag Rede und Antwort stehen will, ob und was sich durch den Regierungswechsel ändert. „Wir haben nach fünf Jahren Wirtschaftstag ein Etappenziel erreicht“, findet auch der Ellwanger Oberbürgermeister Karl Hilsenbek. „Wir hatten jedes Jahr mehr Aussteller. Da können wir noch eins draufsetzen; deshalb handelt es sich um ein Etappenziel.“ Die Zahlen sind in der Tat sehr eindeutig: Konstant wachsende Aussteller- und Besucherzahlen sprechen für die Nachhaltigkeit der Veranstaltung.

Traditionell beginnt der Wirtschaftstag um 9:30 Uhr mit einem Weißwurstfrühstück: eine Gelegenheit zum Netzwerken, die sich bewährt hat und von den Gästen sehr gerne angenommen wird. In einem weiteren Impulsvortrag stellt der Electrolux-Werkleiter Johann Reindl den Standort Rothenburg vor. Es ist der letzte verbliebene in Deutschland, der aber dennoch trotz hoher Löhne weiter ausgebaut wird. Vielmehr hat sich hier ein europaweit tätiges Kompetenzzentrum für Elektroherde entwickelt. 30 Millionen Euro hat der Konzern investiert, Reindl zeigt in seinem Vortrag, wie man auch in Deutschland wettbewerbsfähig produzieren kann. Außerdem gibt es in sechs Workshops aktuelle Informationen zu den Themen Logistik, Marktforschung, Unternehmensnachfolge, Personal, Förderungen und Frauen in Führungspositionen. Zum Teil namhafte Referenten aus ganz Deutschland halten diese Workshops. Eine Ausstellung mit mehr als 40 Unternehmen der Region rundet den Wirtschaftstag ab.

“Wir haben nach fünf Jahren Wirtschaftstag ein Etappenziel erreicht”

Für die beiden Hauptsponsoren, ohne die eine solche Veranstaltung nicht möglich wäre, ist gerade die Mischung aus Fortbildung und Kontaktmöglichkeiten die Motivation, die Veranstaltung finanziell zu unterstützen. „Wir sind von Anfang an dabei“, so Dr. Ralf Eisenbeiß von Franz & Wach. „Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels ist der persönliche Kontakt sehr wichtig.“ Auch wenn DB Schenker weltweit unterwegs ist — für den Crailsheimer Standortleiter Marcel Vogler liegt der Markt in den Regionen. „Die Logistikmitarbeiter in Deutschland sind spitze; dafür bilden wir am Standort selbst aus.“

Gäste des Wirtschaftstages sind vor allem Firmenchefs und Führungskräfte der mittelständischen Wirtschaft von beiden Seiten der Landesgrenze. Klassischerweise sind sie in den Bereichen Vertrieb, Marketing, Personal, EDV, Einkauf sowie Forschung und Entwicklung beschäftigt. Neben Unternehmern aus dem Kerngebiet des Magischen Dreiecks kommen auch immer mehr Gäste aus Aalen, Heidenheim, Ansbach, Schwäbisch Hall und Schwäbisch Gmünd. Rund 350 Unternehmer aus Industrie, Handel, Handwerk
und Dienstleistung werden 2011 erwartet.

Weitere Informationen und Anmeldemöglichkeiten gibt es unter: www.wirtschaftstag-magisches-dreieck.de.